Unsere Geschichte
Von Wacker Weidebrunn bis zum SFC
Ein selbst gebauter Fußballplatz. Tiefer Boden und schwere Beine. Acht junge Männer, die einen eigenen Verein gründen. Unsere Geschichte steckt in alten Zeitungen und Vereinsunterlagen – und in den Geschichten, die man sich am Spielfeldrand erzählt.
Hier blicken wir zurück: auf den Fußball in Weidebrunn, auf unsere Nachbarn und auf die Menschen, die immer wieder dafür gesorgt haben, dass es weitergeht.
Die Geschichte entdecken ↓Die frühen Spuren.
- 1925Aus der Nachbarschaft
Die ersten Trikots kommen aus der Nähstube
In Kleinschmalkalden entsteht zu Pfingsten ein Arbeiterfußballclub. Die ersten Trikots näht Emma Frank, die Frau des Vereinsvorstands: grün mit roten Aufschlägen. Bevor ein eigener Sportplatz bereitsteht, wird auf Wiesen und dem Schulhof gespielt. Fußball beginnt mit dem, was da ist – und Menschen, die anpacken.
- 1929Weidebrunn
Wacker hinterlässt seine Spuren
Am 31. Mai wird Weidebrunn im „Thüringer Arbeitersport“ genannt. Für September überliefert die Kleinschmalkalder Chronik ein Ergebnis: Wacker Weidebrunn II gegen den dortigen Arbeiterfußballclub – 1:1.
Ein Ergebnis, zwei Nachbarorte und eine frühe Verbindung ihrer Fußballgeschichte. Wann Wacker genau gegründet wurde, wissen wir bislang nicht. Dass hier spätestens 1929 organisiert Fußball gespielt wurde, lässt sich nachweisen.
- Frühjahr 1930Weidebrunn
Drei Namen aus der Anfangszeit
Hilpert, Eidenberg und Dittmar: Diese drei Weidebrunner werden in einer angekündigten Aufstellung für ein Bezirksspiel gegen eine tschechoslowakische Vertretung genannt. Gespielt werden soll am 19. April in Schmalkalden.
Ihre Nennung ist belegt. Ob sie tatsächlich zum Einsatz kamen, ist bislang nicht nachgewiesen. Die Namen geben der frühen Weidebrunner Fußballgeschichte dennoch ein Stück Gesicht.
- 1930Weidebrunn
Ein früher Meistertitel
Wacker Weidebrunn wird Gruppenmeister der Gruppe 4 der 2. Klasse im Bezirk Salzungen. Am 25. August bestätigt die Verbandszeitung den Erfolg.
Schon lange vor der Gründung des heutigen SFC gibt es damit einen sportlichen Titel, der zur Fußballgeschichte unseres Ortes gehört.
Platz und Gemeinschaft.
- NachkriegsjahreAus der Nachbarschaft
Mit Schlepperfritz zum Spiel
In Kleinschmalkalden geht es per Fahrrad, mit Schlepperfritz und Anhänger oder der „Hühnerkiste“ zum Spiel. Rudolf Hoffmann fertigt die Fußballschuhe. So erzählt es die Ortschronik – Fußball mit den Möglichkeiten, die man hatte.
- 1960er JahreErinnerungen aus Weidebrunn
Unser Platz entsteht durch eigene Hände
An der Gothaer Straße packen Spieler und Einwohner gemeinsam an. Das Gelände wird planiert, der Fußballplatz ausgebaut. Der Vereinsrückblick erzählt von Tausenden Stunden ehrenamtlicher Arbeit und von Subbotniks.
Der Platz ist ein Gemeinschaftswerk. Wer hier später aufläuft, spielt auf einem Stück Boden, in das Menschen aus dem Ort ihre freie Zeit und ihre Kraft gesteckt haben.
- Aus der Traktor-ZeitWeidebrunn
Die „Festung“ mit dem tiefen Boden
Der Platz hat seine Eigenheiten. Ohne Drainage, so ist es überliefert, verwandelt Regen den Rasen in tiefen, schlammigen Boden. Hier braucht es Standfestigkeit, Ausdauer und die Bereitschaft, dagegenzuhalten.
Daraus lebt die Geschichte von der „Festung Weidebrunn“. Ein Platz, der den Gästen etwas abverlangt – und den die eigene Mannschaft mit all seinen Tücken kennt.
- 1979/80Nachbarschaft in Weidebrunn
Wenn der Nachbar einen Platz braucht
Während des Kleinschmalkalder Sportplatzneubaus werden Weidebrunn und Brotterode zu Ausweichspielorten. So berichtet es die dortige Chronik.
Der Weidebrunner Platz wird damit auch ein Stück Heimat auf Zeit für den Fußball aus dem Nachbarort.
- 1990er Jahre bis um 2000Weidebrunn
Als es stiller wird
Der Vereinsrückblick erzählt von schwierigen Jahren: Unterstützung schwindet, Spieler fehlen und gewachsene Strukturen schlafen ein. Besonders eindrücklich bleibt die überlieferte Beschreibung des Platzes um die Jahrtausendwende: rostige Tore, hohes Gras und ein Gelände, das zu verwildern droht.
Die Geschichte scheint an einem Punkt angekommen, an dem es einen neuen Anfang braucht.
Ein neuer Anfang.
- 11. April 2004Der SFC entsteht
Acht junge Männer und eine eigene Idee
Acht junge Männer gründen den SFC Weidebrunn. Sie wollen Fußball nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten und einen eigenen Verein aufbauen.
Aus diesem Entschluss entsteht unser SFC. Was die kommenden Jahre bringen werden, steht noch nicht fest. Zunächst zählt, gemeinsam anzufangen und selbst Verantwortung zu übernehmen.
- Sommer 2004Weidebrunn
Zurück auf den eigenen Platz
Im Vereinsrückblick wird dieser Sommer als Aufbruch beschrieben: Das Gelände an der Gothaer Straße wird wieder hergerichtet, über Mundpropaganda finden weitere Fußballer zum neuen Verein.
Aus einer Gründung auf dem Papier wird eine Mannschaft. Und aus dem Platz, um den es so still geworden war, wird wieder ein Ort, an dem Fußball gespielt werden soll.
- 2004–2006Die ersten Spielzeiten
Der Anfang macht Lust auf mehr
Zwei Spielzeiten, zwei Meisterschaften: So erzählt unsere bisherige Vereinschronik die ersten Jahre des SFC. Auf den Titel in der 2. Kreisklasse folgt demnach die Meisterschaft in der 1. Kreisklasse und der Aufstieg in die Kreisliga.
Ein Durchmarsch, der das Bild dieser Anfangszeit prägt: eine neue Mannschaft, offensiver Fußball und die Begeisterung darüber, was gemeinsam möglich ist.
- 2007Der Verein wächst
Platz für eine zweite Mannschaft
Der Vereinsrückblick berichtet für 2007 von der Anmeldung einer zweiten Herrenmannschaft. Weitere Aktive sollen Gelegenheit bekommen, regelmäßig zu spielen.
Der junge SFC wächst. Aus der Idee von acht Gründern ist ein Verein geworden, in dem immer mehr Fußballer ihren Platz finden.
- Juli 2010Nachwuchs in Weidebrunn
Eine eigene Mannschaft für die nächste Generation
Die erste C-Jugend des SFC nimmt den Spielbetrieb in der Kreisklasse auf. Damit beginnt ein neues Kapitel der Nachwuchsarbeit.
Nun bekommt auch eine jüngere Generation die Gelegenheit, im eigenen Verein als Mannschaft zusammenzuwachsen.
- April 2014Zehn Jahre SFC
Aus dem Anfang ist Vereinsgeschichte geworden
Zehn Jahre nach der Gründung blickt die Regionalpresse auf den SFC zurück. Die acht jungen Männer von damals haben einen Verein ins Leben gerufen, der sein erstes rundes Jubiläum begeht.
Aus einer gemeinsamen Idee sind Spielzeiten, Mannschaften und Erinnerungen geworden. Der Neuanfang von 2004 ist längst selbst ein Teil unserer Geschichte.
Die nächste Generation.
- Januar 2022Die Jüngsten kommen dazu
Kleine Fußballer, ein neues Kapitel
Eigene E- und F-Junioren nehmen den Spielbetrieb auf. Für die jüngeren Kinder entsteht damit ein weiterer Platz im Vereinsleben.
Die Nachwuchsarbeit wird zu einem prägenden Teil des SFC – und zu einer Aufgabe, die weit über das Ergebnis des nächsten Spiels hinausgeht.
- 2023/24–2024Gemeinsam mit unseren Nachbarn
Der JFV Rennsteig verbindet
Seit der Saison 2023/24 arbeiten vier Vereine im älteren Nachwuchs zusammen. Am 22. Februar 2024 wird der JFV Rennsteig gegründet; zum 1. Juli beginnt das gemeinsame Kapitel unter diesem Namen.
Der SFC Weidebrunn gehört mit Floh-Seligenthal, Struth-Helmershof und Stahl Brotterode-Trusetal zu den Stammvereinen. Ab der D-Jugend führt der Weg in den gemeinsamen Nachwuchsverbund. Die jüngeren Mannschaften bleiben bei ihren Heimatvereinen.
Die Gründungsmitglieder des JFV Rennsteig · 2024Foto: Verein · Quelle: JFV Rennsteig ↗ - HeuteWeidebrunn
Unsere Geschichte geht mit dem Nachwuchs weiter
Heute stehen die Nachwuchsarbeit und die Zusammenarbeit im JFV Rennsteig im Mittelpunkt. Eine eigene Herrenmannschaft im regulären Spielbetrieb gibt es derzeit nicht. Zum Vereinsleben gehört außerdem der Freizeitfußball der Alten Herren.
Unser gemeinsamer Ort bleibt der Platz an der Gothaer Straße. Hier knüpft die nächste Generation an eine Geschichte an, die lange vor dem SFC begonnen hat.
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Kontakt aufnehmen ↗Unser Zeitstrahl verbindet zeitgenössische Belege, Vereinsunterlagen und örtliche Überlieferungen. Als Erinnerungen oder Vereinsrückblick erzählte Einzelheiten sind teilweise noch nicht unabhängig geprüft. Die regionalen Anekdoten aus Kleinschmalkalden sind entsprechend gekennzeichnet.

